Apple soll die wirtschaftliche Ausrichtung des App Store überprüfen. Wie Bloomberg-Journalist Mark Gurman in seinem Newsletter „Power On“ berichtet, suchen CEO John Ternus und Services-Chef Eddy Cue nach Möglichkeiten, die Margen zu erhöhen und zusätzliche wiederkehrende Einnahmen mit der Plattform zu erzielen.
- Apple soll höhere Margen mit dem App Store anstreben
- CEO John Ternus und Services-Chef Eddy Cue sollen die Überlegungen vorantreiben
- Konkrete Änderungen sind bislang nicht bekannt
- Phil Schiller soll einer stärkeren Monetarisierung skeptisch gegenübergestanden haben
Welche Änderungen Apple dafür konkret erwägt, geht aus dem Bericht nicht hervor. Damit ist derzeit auch offen, ob Entwickler künftig mit höheren Gebühren, neuen Kostenmodellen oder Veränderungen an bestehenden App-Store-Regeln rechnen müssen.
Apple Developer Program als möglicher Ansatzpunkt
Es gäbe eine Reihe denkbarer Möglichkeiten, mit denen Apple zusätzliche Einnahmen erzielen könnte. Dazu zählt etwa eine höhere Jahresgebühr für das Apple Developer Program, die in den USA derzeit 99 US-Dollar beträgt. Auch Gebühren für besonders große Anbieter oder Änderungen an internen Abläufen des App Store wären theoretisch denkbar. Dabei handelt es sich jedoch um Überlegungen und nicht um von Bloomberg berichtete Pläne Apples.
Das Apple Developer Program benötigen Entwickler unter anderem, um Apps regulär über den App Store zu veröffentlichen. Die Mitgliedschaft kostet in den USA derzeit 99 US-Dollar pro Jahr.
Phil Schiller soll Pläne kritisch gesehen haben
Gurmans Bericht bringt die Überlegungen auch mit dem Rückzug des langjährigen Apple-Managers Phil Schiller aus seinen bisherigen Aufgaben in Verbindung. Schiller hatte nach seinem Ausscheiden als Marketingchef im Jahr 2020 als Apple Fellow unter anderem Verantwortung für den App Store übernommen.
Dem Bericht zufolge soll Schiller die geplante stärkere Monetarisierung kritisch gesehen haben. Er habe befürchtet, dass zusätzliche Maßnahmen Entwickler und Regulierungsbehörden weiter gegen Apple aufbringen könnten. Einen internen Streit soll es laut Gurman allerdings nicht gegeben haben.
Damit stehen bislang vor allem die grundsätzlichen Ziele im Raum: Apple soll höhere Margen und zusätzliche wiederkehrende Einnahmen aus dem App Store anstreben. Welche Maßnahmen daraus tatsächlich entstehen und ob Entwickler oder Nutzer davon direkt betroffen wären, ist derzeit nicht bekannt.










